Wir halten Sie auf dem Laufenden

An dieser Stelle finden Sie wichtige News, die für das bremische Musikleben von Bedeutung sind. Die Meldungen werden regelmäßig aktualisiert – schauen Sie also gern öfter mal vorbei!

27. November 2025 „MiKADO-Musik“-Studie: Existentieller Nachwuchsmangel an Musikschulen

Detailaufnahme von zwei Füßen in Turnschuhen, die das Pedal eines Flügels drücken
Foto: Ulrike Bergmann-Seifert

Am 25. November wurde in Berlin und online die Studie „MiKADO-Musik“ (kurz für: „Mangel an Nachwuchs im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Oesterreich“) vorgestellt. Gastgeber war der Deutsche Musikrat. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse erhalten Sie hier. Die Studie wird 2026 in der Online-Zeitschrift „üben & musizieren. research“ publiziert.

Zentrale Ergebnisse:

  • Bis 2035 gehen rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand (Hochrechnung basierend auf aktuellen Zahlen des Verbands deutscher Musikschulen und des Deutschen Musikinformationszentrums).
  • Dem gegenüber stehen lediglich rund 4.000 Absolvent:innen der Instrumental- und Vokalpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik.
  • Damit könnten in 10 Jahren etwa drei Viertel der freien Stellen nicht mit entsprechend qualifizierten Musikschullehrkräften besetzt werden.
  • Angesichts konstant steigender Nachfrage bedeutet dies, dass mindestens 500.000 Schüler:innen keinen Musikschulunterricht mehr bekommen können.

Die Gründe für den Nachwuchsmangel liegen in mehreren, sich gegenseitig verstärkenden Faktoren. Dazu gehören die strukturellen Bedingungen des Berufs wie eine häufig unzureichende Vergütung und anspruchsvolle Arbeitszeiten. Hinzu kommt eine teilweise negative öffentliche Wahrnehmung, die durch tradierte Abwertungen des Berufsbilds begünstigt wird. Auch persönliche Erwägungen spielen eine Rolle, etwa die Frage der beruflichen Identifikation, der Wunsch nach Sichtbarkeit oder das Bedürfnis nach größerer Autonomie.

Musikpolitische Forderungen:

Die „MiKADO-Musik“-Studie macht deutlich: Wenn nicht umgehend Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen des Berufsfelds Musikschullehrkraft geschaffen werden, droht eine flächendeckende Erosion der Musikalischen Bildung in Deutschland. Denn auch an allgemeinbildenden Schulen ist der Rückgang an qualifiziertem Musikunterricht alarmierend und kann zukünftig nicht mehr durch Musikschulprojekte aufgefangen werden. Daher fordert der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Verband deutscher Musikschulen und der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen:

  • Nachwuchsgewinnung durch Praktikums- und Mentoring-Programme sowie Ausweitung der studienvorbereitenden Ausbildungen an Musikschulen für potenzielle Studierende,
  • Ausweitung praxisorientierter Studienplätze musikpädagogischer Studiengänge, auf Basis deutlich verbesserter personeller Ausstattung und Rahmenbedingungen an Musikhochschulen,
  • Erweiterung des Kanons der Instrumente und Ensembles mit Blick auf gesellschaftliche Vielfalt,
  • die Förderung von regionalen Kooperationen zwischen Hochschulen und öffentlichen Musikschulen,
  • attraktive Arbeitsbedingungen an Musikschulen, sowie eine entsprechende Erhöhung der Budgets für die Umsetzung und bedarfsabhängige Lohnzuschüsse in strukturschwachen Regionen,
  • Förderprogramme für die Weiterqualifizierung von Musikschullehrenden, die Karrierepfade und Perspektiven eröffnen.

Zur Umsetzung: Einsetzung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Sicherung der außerschulischen Musikalischen Bildung, in der die Kultusministerkonferenz, der Verband kommunaler Arbeitgeber, die kommunalen Spitzenverbände, der Verband deutscher Musikschulen und die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen mitwirken.

Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, betont: „Die Ergebnisse der ‚MiKADO-Musik‘-Studie sind ein deutlicher Weckruf! Qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte in ausreichender Zahl sind die Basis für unser gesamtes Musikleben und der Schlüssel für die Zukunft des Musiklands Deutschland. Wir brauchen jetzt eine breite Allianz aus politischen Entscheidungsträger:innen und Ausbildungsinstitutionen. In gemeinsamer Anstrengung müssen wir die Rahmenbedingungen für Studium und Beruf im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich nachhaltig verbessern. Die Zeit drängt.“

Prof. Christian Fischer, Vorsitzender der Rektorenkonferenz (RKM), ergänzt: „Mit der Studie liegen nun wesentliche, alarmierende Ergebnisse über den gravierenden Nachwuchsmangel in diesem Bereich vor. Die klaren Handlungsempfehlungen für die drei Phasen Studienvorbereitung, Studium und Berufspraxis wollen wir jetzt strukturiert und abgestimmt angehen. Für diese Grundlage sind wir den Initiator:innen und Autor:innen der Studie dankbar.“

Friedrich-Koh Dolge, Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Musikschulen, bekräftigt: „Musikalische Bildung ist ein tragendes Fundament unserer Kultur. Die MiKADO-Musik-Studie zeigt, wie ernst die Lage ist und dass wir uns wieder stärker den Werten zuwenden müssen, die Musik für unsere Gesellschaft bereithält: Orientierung, Gemeinschaft und Menschlichkeit. Diese Haltung – verbunden mit verlässlichen Bedingungen für eine gesicherte Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen – ist entscheidend, wenn wir die Zukunft unserer Musikschulen und unseres Musiklebens sichern wollen.“

Die „MiKADO-Musik“-Studie entstand auf gemeinsame Initiative der „Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge“ (ALMS) und des „Ausschusses Künstlerisch-Pädagogische Studiengänge“ der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM). Unter Mitwirkung zahlreicher Musikhochschulen und Studieninstitutionen sowie des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) wurden in einem breit angelegten Crowd-Research-Projekt mit über 50 Forschungsgruppen Ursachen, Herausforderungen und Handlungsansätze untersucht.

Die Steuerungsgruppe der Studie besteht aus:

  • Prof. Dr. Katharina Bradler (Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden)
  • Prof. Dr. Michael Dartsch (Hochschule für Musik Saar)
  • Prof. Dr. Carmen Heß (Hochschule für Musik und Tanz Köln)
  • Prof. Dr. Wolfgang Lessing (Hochschule für Musik Freiburg)
  • Prof. Dr. Andrea Welte (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
  • Prof. Dr. Kerstin Weuthen (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf)

Zu den beteiligten Institutionen:

Der Deutsche Musikrat
engagiert sich für die Interessen von 16,9 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. 2020 hat der Deutsche Musikrat gemeinsam mit der Konferenz der Landesmusikräte und der Bertelsmann Stiftung die Studie „Musikunterricht in der Grundschule – Aktuelle Situation und Perspektive“ veröffentlicht. 2024 veranstaltete der Deutsche Musikrat die Pressekonferenz zur Vorstellung der „MULEM-EX“-Studie.

Die „Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge“ (ALMS)
ist ein Zusammenschluss von Verantwortlichen musikpädagogischer Hochschulprogramme im deutschsprachigen Raum. Seit den 1970er Jahren engagiert sich die ALMS für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Studienangebote für außerschulisch tätige Musikpädagog:innen. Mit ihren Stellungnahmen und Empfehlungen hat sie maßgebliche Impulse für die Gestaltung musikpädagogischer Curricula, Berufsfelder und Hochschulpolitik gesetzt.

Die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) und deren Ausschuss Künstlerisch-Pädagogischer Studiengänge (KPS)
ist der Zusammenschluss der 24 staatlichen Musikhochschulen in Deutschland. Die RKM vertritt national und international die Interessen der Musikhochschulen gegenüber Politik, Hochschulverbänden und Organisationen des Musiklebens und fördert den Erfahrungsaustausch untereinander in Fragen von Lehre, Forschung und Kunst.

Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) 
ist mit seinen 16 Landesverbänden der kommunale Fach- und Trägerverband von rund 930 öffentlichen Musikschulen in Deutschland, in denen an bundesweit rund 21.000 Unterrichtsstätten über 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von rund 37.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden.

(Pressemitteilung des Deutschen Musikrates 25. November 2025)

25. November 2025 Landesbegegnung Jugend jazzt 2025 erfolgreich zu Ende gegangen

Landesbegegnung Jugend jazzt am 22. November 2025, im Rahmen der 75. Bremer Hausmusikwoche, Saal der Musikinitiative Bremen, Band: Nicht ganz Standard, Foto: LMR Bremen

Am 22. November stellten bremische Jazz-Nachwuchstalente im Saal der Musikerinitiative Bremen ihr Können unter Beweis. Die Landesbegegnung Jugend jazzt fand in diesem Jahr erstmalig im Rahmen der Bremer Hausmusikwoche des Deutschen Tonkünstlerverbandes Bremen statt. 

Vor vollem Haus präsentierten sich im einstündigen Konzert die beiden Solisten Konrad Fischer und Simon Hoppe am Flügel sowie die beiden Bands „Nicht ganz Standard“ und „Gen Jazz“. Im Bandwettbewerb überzeugte der geschlossene Gesamteindruck der Band „Nicht ganz Standard“ die Fachjury (Christian Frank und Marc Prietzel). Die jungen Musiker:innen, die ihre Band in der Musik AG der Oberstufe an der Oberschule am Leibnizplatz gegründet haben, dürfen sich über die Weiterleitung zur Bundesbegegnung Jugend jazzt vom 14.-17. Mai 2026 in Halle freuen. Sie erhalten darüber hinaus einen Studiopreis für eine professionelle Aufnahme, gestiftet vom Studio Nord Bremen.

Alle weiteren Teilnehmer:innen konnten sich über Förderpreise freuen. „Gen Jazz“ wird mit einem Band-Coaching oder alternativ einer professionellen Aufnahme in den Räumlichkeiten der MIB gefördert. Die Pianisten erhalten in Absprache mit ihren Lehrkräften einen Workshop ihrer Wahl. 

Jugend jazzt ist der große Nachwuchsförderwettbewerb des Deutschen Musikrates für angehende Jazzmusiker:innen. Der Jazz mit seinen einmaligen Möglichkeiten der spontanen Musikgestaltung lebt vom Austausch der Ideen und vom persönlichen Kontakt der Musiker:innen. Dabei ist es besonders wichtig, jede Gelegenheit zu nutzen, sich mit anderen zu vergleichen und so inspirieren zu lassen. Auf dieser Basis arbeitet die Bundesbegegnung, der alle zwei Jahre eine Landesbegegnung vorausgeht. Im Land Bremen wird die Veranstaltung von der Musikerinitiative Bremen organisiert und umgesetzt, Träger des Formates ist der Landesmusikrat Bremen. Auf Bundesebene erwartet die jungen Bremer:innen eine lebendige Plattform aus Festival, Konzerten, Workshops, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen, bei der junge Jazz-Musiker:innen aus ganz Deutschland aufeinandertreffen werden.

Weitere Informationen hier

Landesbegegnung Jugend jazzt am 22. November 2025, im Rahmen der 75. Bremer Hausmusikwoche, Saal der Musikinitiative Bremen, Band: Gen Jazz, Foto: 2025©alexderben/bremen

24. November 2025 Instrument des Jahres 2026: Das Akkordeon – ein echter Alleskönner

Nahaufnahme eines Akkordeons im Anschnitt am rechten Bildrand, im Hintergrund ist unscharf ein Akkordeon-Ensemble zu sehen.
Orchesterfestival Bremen und Bremerhaven 2024, Foto: Magdalena Stengel

Mit jeder Bewegung seines Balgs atmet es Musik. Mal entfaltet es die Klangfülle eines ganzen Orchesters, mal berührt es mit der feinen Melodie eines alten Chansons. Diese beeindruckende Bandbreite und Wandlungsfähigkeit machen das Akkordeon zu einem ausdrucksstarken Instrument, das ebenso auf großen Bühnen zuhause ist, wie in intimen kammermusikalischen Momenten. 

Daher ist es nur folgerichtig, diesen Alleskönner nun endlich in den Fokus der Aufmerksamkeit zu stellen. Die Landesmusikräte haben gemeinsam entschieden: 2026 ist das Jahr des Akkordeons!

Seit 2008 rufen die Landesmusikräte der teilnehmenden Bundesländer jährlich ein „Instrument des Jahres“ aus, das über zwölf Monate hinweg ins Rampenlicht gestellt wird. Ziel ist es, Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Facetten dieses Instruments zu lenken und dessen kulturelle Bedeutung zu feiern. Die Initiative ist ein partizipatives und offenes Format. Jedes Bundesland hat dabei seine eigene Herangehensweise, um das länderübergreifende Anliegen zu unterstützen. 

In Bremen sind Interessierte dazu eingeladen, sich an dieser besonderen Initiative aktiv zu beteiligen und die universelle Kraft des Instruments sicht-und erlebbar zu machen. Das Akkordeon bietet eine beeindruckende Vielfalt an kreativen Ausdrucksmöglichkeiten – ob kleine oder große Veranstaltungen, ob Konzerte, Workshops, Gemeinschaftsaktionen, interdisziplinäre Formate oder digitale Angebote: Jede Aktivität ist willkommen und bereichert die Initiative. Mitmachen können alle, die Freude daran haben, das Akkordeon in den Fokus zu rücken!

Interessierte, die im Rahmen der Initiative aktiv werden möchten, können sich unter info(at)landesmusikrat-bremen.de melden.

Weitere Informationen hier

18. November 2025 Landesbegegnung JUGEND JAZZT am 22. November

Zwei dunkelblaue Dreiecke stehen nebeneinander, daneben ist der Schriftzug Jugend jazzt zu lesen

Herzliche Einladung! Am Samstag, 22. November findet ab 18:00 Uhr die Landesbegegnung Jugend jazzt 2025 im Saal der Musikerinitiative Bremen (Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen) statt. Der Eintritt ist frei.

Junge Musiker:innen erhalten hier die Chance, ihre Musik in einem professionellen Rahmen und vor einer Fach-Jury zu präsentieren. Der beste Beitrag (Band oder Einzelmusiker) kann von der Jury zur Bundesbegegnung Jugend jazzt 2026 vom Deutschen Musikrat angemeldet werden. Darüber hinaus können weitere Förderpreise vergeben werden, darunter eine Aufnahmesession im Studio Nord, ein Workshop, ein Band-Coaching oder ein Auftritt im Rahmen der Jazzkonzerte der MIB.

Wir freuen uns sehr, dass die Landesbegegnung zur Förderung von Nachwuchstalenten im Jazz-Bereich in diese Jahr in die 75. Bremer Hausmusikwoche des Deutschen Tonkünstlerverband Bremen eingebettet ist.

Träger des Formats Jugend jazzt ist der Landesmusikrat Bremen, organisiert und durchgeführt wird die Landesbegegnung von der Musikerinitiative Bremen e.V. (MIB), der wir für ihr großartiges Engagement herzlich danken.

17. November 2025 50 Jahre Klaus-Kuhnke-Institut (KKI) für Populäre Musik

Goldene Luftballons in Form der Zahl 50 vor weißem Hintergrund, umgeben von fallendem goldenem Konfetti, links oben rundes Logo der Klaus-Kuhnke-Instituts für Populäre Musik mit Text.

Der Landesmusikrat Bremen gratuliert dem Klaus-Kuhnke-Institut (KKI) für Populäre Musik zum 50-jährigen Bestehen! 1975 gründeten Klaus Kuhnke, Manfred Miller und Peter Schulze das „Archiv für Populäre Musik“ in Bremen, aus dem das heutige „Klaus-Kuhnke-Institut für Populäre Musik“ hervorgegangen ist. Seit 1991 ist es Teil der Bremer Hochschule für Künste. Aus diesem Anlass wird es am Dienstag, dem 25. November 2025, um 20 Uhr eine Jubiläumsfeier im Konzertsaal der Hochschule für Künste geben (Fachbereich Musik, Dechanatstraße 13-15, 2. Etage).

Geplant ist ein bunter und heiterer Abend mit guter Musik sowie anregender Unterhaltung in einem würdigen Rahmen. Angedacht sind musikalische Grüße aus den Reihen der Hochschule sowie launige und partiell auch nachdenkliche Ansprachen. 

Freund:innen, Wegbegleiter:innen und Unterstützer:innen des KKI sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Die Veranstaltung ist selbstverständlich offen für alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. 

14. November 2025 Amateurmusikfonds – neue Antragsphase startet

Eine Gruppe von Musikern steht vor dem Eingang des Stadttheaters, die Menschen haben Instrumentenkoffer und Taschen in den Händen. Links lehnt ein Musiker auf seinem Kontrabass und wendet dem Betrachter den Rücken zu.
Orchesterfestival Bremen und Bremerhaven 2024, Foto: Magdalena Stengel

Die Ausschreibungsphase für den bundesweiten Amateurmusikfonds in Höhe von 4,6 Mio Euro ist ab 17. November 2025 eröffnet. Der Amateurmusikfonds wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Dr. Wolfram Weimer gefördert. Er unterstützt Chöre, Orchester, Bands, Musikvereine und -verbände, Kirchenmusikensembles sowie Organisationen aus dem Amateurmusikbereich dabei, neue Formate zu entwickeln, ihre Strukturen zu stärken und ihre Tätigkeit zukunftssicher aufzustellen. Für die Projektförderung antragsberechtigt sind gemeinnützige, aktive Amateurmusikensembles, Kirchengemeinden oder Bands sowie andere Organisationen der Amateurmusik. Gefördert werden Projekte, durch die ein Verein oder Verband neue Wege geht, sich neu aufstellt, sich für die Zukunft wappnet oder besondere künstlerische Projekte auf die Bühne bringt. Schwerpunkte sind dabei Nachwuchsgewinnung und -förderung, Ensemble- und Verbandsentwicklung, Ensemble-Neugründung sowie genreübergreifende Kooperationen und kreative Projekte.

Die  Ausschreibungsfrist läuft vom 17. November 2025 bis 2. Februar 2026 für Projekte ab 1. Juni 2026 und bis maximal 30. September 2027.

Förderhöhe: Je nach Reichweite – lokale Projekte 2.500-8.000 Euro, überregionale Projekte mit besonderen Antragsvoraussetzungen 10.000-40.000 Euro.

Der Bundesmusikverband Chor und Orchester (BMCO) ist Träger dieses Förderprogramms und bietet zahlreiche Beratungsangebote an. Wir empfehlen alle Akteur:innen in diesem Bereich, sich den Fonds anzusehen und spannende Projekte zu entwickeln!

Weitere Informationen

27. Oktober 2025 Präsidium des Deutschen Musikrates neu gewählt

Gruppe von Personen in formeller Kleidung in einem Raum mit Holzwänden und großen Fenstern, neben einem Banner mit Text zu Musik und Gesellschaft.
Präsidium Deutscher Musikrat 2025-2029, Foto: Deutscher Musikrat

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates hat am 25. Oktober ein neues Präsidium gewählt! Der Landesmusikrat Bremen gratuliert allen 19 gewählten Persönlichkeiten des deutschen Musiklebens und wünscht ihnen in den kommenden vier Jahren sehr gutes Gelingen, unterstützende Partner:innen und verlässliche Strukturen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Prof. Lydia Grün, Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München, steht nun an der Spitze des Deutschen Musikrats. Sie tritt damit die Nachfolge von Prof. Martin Maria Krüger an, der nach über 22 Jahren als Präsident des Deutschen Musikrats nicht erneut kandidierte.

Als Vizepräsident:innen wählten die Mitglieder des Deutschen Musikrats Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt und Dr. Sandra Wirth.

Als weitere Mitglieder werden dem Präsidium 2025 – 2029 angehören:

  • Birgit Böcher
  • Camille Buscot
  • Prof. Dr. Michael Custodis
  • Silke D‘Inka
  • Michael Duderstädt
  • KMD Christian Finke
  • Lena Krause
  • LKMD Kord Michaelis
  • Mario Müller
  • Nina Ruckhaber
  • Dr. Charlotte Seither
  • Jean-Marc Vogt
  • Max Volbers
  • Friedrun Vollmer

Von der Konferenz der Landesmusikräte wurde zudem ihre Vorsitzende, Prof. Dr. Christine Siegert, in das Präsidium des Deutschen Musikrats entsendet.

21. Oktober 2025 Der Landesmusikrat zu Gast bei … der Hochschule für Künste Bremen – Netzwerktreffen am 26. November

Fassade des historischen Backsteingebäudes der Hochschule für Künste Bremen in der Dechanatstrasse mit Säulenportikus und goldener Inschrift, Personen und Fahrräder davor.
Hochschule für Künste Bremen, Standort Dechanatstraße 13–15, Foto: HfK Bremen, Anja Segermann

Das Veranstaltungsformat „Der Landesmusikrat zu Gast bei …“ geht in die vierte Runde! Wir laden Sie und euch herzlich dazu ein, mit uns einen Abend in der Hochschule für Künste Bremen zu verbringen. 

Der Landesmusikrat zu Gast bei…
der Hochschule für Künste Bremen

Mittwoch, 26. November 2025, 19:00 Uhr
Ort: Hochschule für Künste Bremen, Galerie, Dechanatstraße 13-15, 28195 Bremen

Thema: Musikhochschulen im Wandel Aufgaben, Chancen, Herausforderungen 

Was uns erwartet: Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie sich Musikhochschulen im 21. Jahrhundert positionieren und welche Themen ihre künstlerische und pädagogische Ausbildung prägen. Neben einer Vorstellung der HfK Bremen und der zentralen Podiumsdiskussion bleibt Zeit für Gespräche, Austausch und Vernetzung – eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Ideen für gemeinsame Projekte zu entwickeln. 

Und vorab… 
In einer Führung durch das Haus gibt die Rektorin Prof. Dr. Mirjam Boggasch Einblicke in den Alltag an der HfK Bremen und öffnet Türen, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen sind. Treffpunkt: 18 Uhr in der Galerie.

Programm:

18:45 Uhr Einlass 
19:00 Uhr Begrüßung durch den Vorsitzenden des Landesmusikrats Bremen, Marc Niemann, zusammen mit der Rektorin der Hochschule für Künste Bremen, Prof. Dr. Mirjam Boggasch

Diskussion mit Vertreter:innen aus Hochschule, Kultur und Bildung. Die Podiumsdiskussion fragt danach, welche Themen und Inhalte für Musikhochschulen relevant sind, wie junge Musiker:innen und Musikpädagog:innen bestmöglich auf ihr Berufsleben vorbereitet werden können und welche Rolle Kooperationen zwischen Hochschulen und lokalen Kulturakteur:innen spielen. Das Publikum ist eingeladen, eigene Fragestellungen einzubringen und mit den Podiumsgästen in den Austausch zu treten. 

Unsere Podiumsgäste sind: 
Prof. Dr. Mirjam Boggasch (Rektorin – Hochschule für Künste Bremen)
Tokunbo Akinro (Gesang und Musik-Marketing Institut für Jazz, Rock, Pop – Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
Barbara Heindlmeier (Vorständin Freie Ensembles Bremen e.V. – freie Musikerin)
Markus Menke (ehem. Leiter Hamburger Konservatorium, im Ruhestand)
Ulrike Petritzki (Direktorin – Musikschule Bremen)
Prof. Martin Stadtfeld (Professor für Klavier – Hochschule für Künste Bremen)
Prof. Dr. Barbara Stiller (Professorin für Instrumental-/ Gesangspädagogik, Elementare Musikpädagogik, Musikvermittlung – Hochschule für Künste Bremen)
Moderation: Marc Niemann (Vorsitzender Landesmusikrat Bremen)

Im Anschluss kommen wir in lockerer Atmosphäre im HfK-Musikkeller gemeinsam ins Gespräch.

Wir freuen uns auf Sie und euch!

Wir bitten nach Möglichkeit um Anmeldung zur Veranstaltung und insbesondere zur Führung unter info@landesmusikrat-bremen.de oder telefonisch unter 0421 – 705 999 bis zum 24. November 2025. 

Zum Format: Mit der Veranstaltungsreihe „Der Landesmusikrat zu Gast bei …“ bieten wir einmal im Jahr ein Netzwerktreffen bei einem unserer Mitglieder an. Auf diesem Wege bekommen die Fachverbände, Organisationen und Einrichtungen die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und sich untereinander zu vernetzen. Dabei werden Themen beleuchtet, die für die gesamte Musikszene des Landes Bremen relevant sind. Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es die Gelegenheit zu weiterführenden Gesprächen und persönlichem Austausch.

Hinweis zur Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Die Führung ist bis auf den Orgelturm barrierefrei. 

Eine Veranstaltung vom Landesmusikrat Bremen in Kooperation mit der Hochschule für Künste Bremen. 


1. Oktober 2025 Anmeldestart für Jugend musiziert 2026!

Ein Mädchen mit dunklen langen Haaren zum Zopf gebunden ist von hinten zu sehen, sie spielt eine Violine. Auf dem Plakat sind Informationen zur Anmeldung bei Jugend musiziert 2026, das Logo von Jugend musiziert und ein QR-Code abgebildet.

Neues Jahr, neues Glück – es geht wieder los! Ab 1. Oktober können sich junge Musiktalente für zahlreiche Solo- und Ensemblekategorien bei Jugend musiziert 2026 anmelden. Die drei Regionalwettbewerbe Bremen-Mitte, Bremen-Nord und Bremerhaven, die im Februar 2026 durchgeführt werden, bilden damit die erste Stufe des größten deutschen Musikwettbewerbs für Kinder und Jugendliche. Erfolgt im Regionalwettbewerb eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb bekommen die Musiker:innen Anfang März die Gelegenheit, ihr Können erneut den Fach-Jurys vorzustellen.

Also, Ausschreibung studieren, Programm vorbereiten und vom 1. Oktober bis 15. November 2025 online unter https://www.jugend-musiziert.org anmelden!

Alle weiterführenden Informationen für Bremen sind unter diesem Link zu finden.

Zur Information: Für die Einladung zum Bundeswettbewerb 2026 gibt es eine neue, klare Regel. Der Aufsichtsrat der gemeinnützigen Deutscher Musikrat GmbH, dem Träger des Bundeswettbewerbs, hat auf Basis von verschiedenen Vorschlägen der im Frühjahr neu etablierten Bund-Länder-Konferenz Jugend musiziert eine Modifizierung beschlossen. Auf vielfachen Wunsch können Dank dieser neuen Regelung nun Obergrenzen, Kontingente und Optionslisten in der Ausschreibung für 2026 entfallen.

Einfach und transparent:
Die neue Regel für den Bundeswettbewerb im Überblick:

  • Solokategorien (z. B. Klavier solo, Gesang solo):
    → Einladung zum Bundeswettbewerb mit 25 Punkten auf Landesebene
  • Ensemblekategorien (z. B. Duo, Kammermusik):
    → Einladung zum Bundeswettbewerb mit 24 und 25 Punkten auf Landesebene

„Für die jungen Musiktalente bedeutet das mehr Transparenz und Verlässlichkeit“, erklärt Professor Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats. „Wer die erforderliche Punktzahl erreicht, kann sicher mit einer Einladung zum Bundeswettbewerb rechnen. Ich danke insbesondere der Bund-Länder-Konferenz herzlich dafür, den Weg für diese konstruktive Lösung geebnet zu haben.“

Pädagogischer Gedanke:
Damit folgt der Wettbewerb dem Prinzip klarer Leistungskriterien: Insbesondere das gemeinsame Musizieren wird durch die Qualifizierung ab 24 Punkten in den Ensemblekategorien gezielt gestärkt. Neben der Breitenförderung in 190 Wettbewerben auf der Regional- und Landesebene sowie den drei Regionen der deutschen Schulen um Ausland, dient der Bundeswettbewerb als das „Jugend musiziert-Finale“ der Spitzenförderung. Dies drückt sich auch in den nun erforderlichen 25 Punkten für die Solokategorien aus.

Diese Regelung ist zunächst für die nächsten drei Bundeswettbewerbe vorgesehen (2026–2028) und wird anschließend umfassend evaluiert.

25. September 2025 Aftermovie Bremer Musikszene beim HOEG City! Sommer! Fest! 2025

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Aftermovie zum Festivaltag am 29. Juni 2025, Video: famos Film

Bremen, du klingst großartig! Am 29. Juni haben wir gezeigt, wie bunt und lebendig unsere Musikszene ist. Auf dem HOEG City! Sommer! Fest! wurde die Sparkasse Bremen-Bühne einen Tag lang mit Leidenschaft, Vielfalt und richtig guter Musik gefüllt. Rund 100 Musiker:innen – von Nachwuchstalenten bis hin zu erfahrenen Formationen – waren auf dem Domshof dabei und das Publikum voller Begeisterung mittendrin! Ob die Young Voices Bremen, die mutig die große Bühne eroberten, die Accordion Harmonists, die Damen von Sugar’n Spice oder die Bremer Lehrer-Bigband mit ihren energiegeladenen Auftritten: Jede Darbietung war ein echtes Highlight. Am Nachmittag sorgten Turbogenerator, Pixie on Acid, Rapid Strides und Martin Kremming & Band für rockiges Festival-Feeling.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden – auf, hinter und vor der Bühne – sowie an die City Initiative, die Waldemar Koch Stiftung und die Heinz A. Bockmeyer Stiftung für ihre Unterstützung.

Ein gemeinsames Projekt von Die Sparkasse Bremen und Landesmusikrat Bremen

Video: famos Film
Musik im Video: „Why care“ und „Courtesy Talk“ (Pixie on Acid)

Alle weiteren Informationen zum Projekt hier