Wir halten Sie auf dem Laufenden

An dieser Stelle finden Sie wichtige News, die für das bremische Musikleben von Bedeutung sind. Die Meldungen werden regelmäßig aktualisiert – schauen Sie also gern öfter mal vorbei!

11. Januar 2025 Die Stimme ist Instrument des Jahres 2025!

Engagierte Chorsingende singen gemeinsam aus voller Brust
Bremer Chorfest 2022, Edentity Popchor, Foto: Magdalena Stengel

2025 wird das älteste Instrument der Welt das INSTRUMENT DES JAHRES: Die Stimme!

In einem spannenden Zusammenspiel aus Muskeln, Stimmlippen und Knorpel im Kehlkopf entsteht die für jeden Menschen einzigartige Stimme. Sie kann tönen, flüstern, sprechen, singen und noch so viel mehr. Und so kann jede:r das „eingebaute“ Instrument ganz individuell hörbar machen und einsetzen. Höchste Zeit also, dass durch die bundesweite Initiative der Landesmusikräte dieses außergewöhnliche Instrument ein Jahr lang in Szene gesetzt wird.

Mitmachen möglich – eine Initiative für Alle 

Seit 2008 rufen die Landesmusikräte der teilnehmenden Bundesländer jährlich ein „Instrument des Jahres“ aus, das über zwölf Monate hinweg ins Rampenlicht gestellt wird. Ziel ist es, Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Facetten dieses Instruments zu lenken und dessen kulturelle Bedeutung zu feiern. Die Initiative ist ein partizipatives und offenes Format. Jedes Bundesland hat dabei seine eigene Herangehensweise, um das länderübergreifende Anliegen zu unterstützen. 

In Bremen sind Interessierte dazu eingeladen, sich an dieser besonderen Initiative aktiv zu beteiligen, die Stimme in all ihren Facetten zu feiern und ihre universelle Kraft sichtbar und erlebbar zu machen. Die Stimme bietet eine beeindruckende Vielfalt an kreativen Ausdrucksmöglichkeiten – von traditionellem Gesang über innovative Klangexperimente bis hin zu multimedialen Konzepten. Ob kleine oder große Veranstaltungen, ob Konzerte, Workshops, Gemeinschaftsaktionen, interdisziplinäre Formate oder digitale Angebote: Jede Aktivität ist willkommen und bereichert die Initiative. Mitmachen können alle, die Freude daran haben, die Stimme in den Fokus zu rücken!

Um die Akteur:innen bei der Beteiligung an der Initiative zu unterstützen, stellt der Landesmusikrat Bremen Materialien und Plattformen zur Verfügung und berät Interessierte. Auf der Webseite des Dachverbands können Veranstaltungen mit Bezug zur Initiative angekündigt werden. Durch eine flankierende Social-Media-Kampagne werden die Aktivitäten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Interessierte, die im Rahmen der Initiative aktiv werden möchten, können sich per E-Mail unter info(at)landesmusikrat-bremen.de oder telefonisch unter 0421 – 705 999 bei uns melden.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projektseite.

Graue Grafik eines singenden Menschen auf weißem Hintergrund, links ist ein orangefarbener Schriftzug "Instrument des Jahres 2025 Stimme" zu sehen.

20. Dezember 2024 Aufruf zur Beteiligung: „Kultur wählt Demokratie“

Wellenartiges Element aus dem Logo des Landesmusikrats Bremen in grauer Farbe auf weißem Hintergrund. Darunter steht in schwarzer Schrift: KULTUR WÄHLT DEMOKRATIE.

Liebe Mitglieder des Landesmusikrates Bremen, liebe Musikmenschen, 

die anstehende Bundestagswahl am 23. Februar 2025 ist ein wichtiger Moment, sich aktiv für eine starke, vielfältige und offene Demokratie in unserem Land zu positionieren. Auch wir, die Kulturschaffenden in Bremen und Bremerhaven, tragen große Verantwortung für unsere Zukunft und für den Bestand unserer demokratischen Grundwerte.   

Der Landesmusikrat begrüßt es daher sehr, dass in einem Arbeitstreffen freier bremischer Berufs- und Kulturverbände verschiedener künstlerischer Sparten die Idee einer offenen Veranstaltungsreihe bzw. eines gemeinsamen Aktionszeitraumes entstanden ist. Wir wollen die Informationen zu dieser Initiative gern auch in unsere Mitgliedschaft tragen und hoffen, dass sich möglichst viele verschiedene Bremer Kultur-Akteur:innen aus der gesamten Kulturszene sowohl zivilgesellschaftliche Akteur:innen beteiligen. Je mehr auf die Beine gestellt wird, umso sichtbarer kann die Kulturszene werden und umso mehr Menschen lassen sich erreichen.

Wie kann man sich beteiligen?

– Vom 10. bis zum 22. Februar 2025 soll eine offene Veranstaltungsreihe an unterschiedlichen Orten, in vielfältigen Formaten unter dem Slogan „Wählt Demokratie!“ / „Kultur für Demokratie“ / „Kultur wählt Demokratie“ (Arbeitstitel!) initiiert werden. Wer interessiert ist, in diesem Zeitraum eine eigene Veranstaltung zum Thema auf die Beine zu stellen oder Kompetenzen / Ressourcen einbringen möchte, meldet sich bitte so schnell wie möglich bei uns unter der Mailadresse info(at)landesmusikrat-bremen.de. Wir werden dann weitere Informationen und die Zugänge zu offenen Arbeitsdokumenten (google docs) zur Verfügung stellen.  
Wichtig dabei ist: Die Verbände können an einigen Punkten schauen, wie sie bei der Durchführung einzelner Veranstaltungen solidarisch unterstützen, haben aber nicht die Ressourcen, selbst als Veranstalter:innen oder Organisator:innen dieser offenen Reihe zu agieren. D.h. Einrichtungen / Akteur:innen, die sich beteiligen wollen, übernehmen entsprechend selbst die Verantwortung für die Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltungen. 

– Nach dem 6.1.2025 wird schnellstmöglich festgelegt, wie diese Veranstaltungen mit dem verbindenden Slogan über gemeinsame Kanäle / Hashtags etc. in die Öffentlichkeit getragen werden können. Auch diejenigen Institutionen / Verbände / Organisationen / Einzelpersonen, die zwar nicht die Ressourcen haben, eine eigene Veranstaltung zu planen, aber gern ideell die Idee unterstützen, mitdenken und die gemeinsame Botschaft teilen möchten, sind eingeladen, zu partizipieren. Ebenfalls wären Profis im Bereich Marketing, Grafik / Layout, die sich vorstellen können, ihre Kapazitäten für diese Initiative zur Verfügung zu stellen, enorm hilfreich. Bitte auch in diesem Fall eine kurze Nachricht an info(at)landesmusikrat-bremen.de senden, damit wir die Interessierten in die nächsten Schritte mit einbeziehen können. 

Uns ist bewusst, dass der Zeitpunkt dieser Initiative inmitten der Weihnachtsfeiertage nicht ideal ist, doch ist Eile geboten, wenn man noch vor der Bundestagswahl aktiv werden möchte. Wir werden auch zwischen den Feiertagen unter der genannten Mailadresse erreichbar sein und auf Anfragen reagieren (es kann allerdings sein, dass die Antworten nicht immer ganz zeitnah erfolgen, dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis).

Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung und stehen für Fragen zur Verfügung. 

27. November 2024 Foto-Impressionen vom Orchesterfestival Bremen & Bremerhaven 2024

Weißer Schriftzug "Orchesterfestival Bremen und Bremerhaven" auf rotem Hintergrund, im Vordergrund sind unscharf Musiker, Notenpulte und Kontrabässe zu erkennen.
Orchesterfestival Bremen und Bremerhaven 2024, Foto: Magdalena Stengel

Für den Landesmusikrat stand der November ganz im Zeichen der Amateurmusik – wer das große Orchesterfestival am 10. November in Bremerhaven verpasst hat oder sich ein paar Eindrücke des Tages wieder in Erinnerungen rufen möchte, kann mit unserer Fotogalerie nochmals eintauchen in das große Fest der Amateurmusik, bei dem rund 500 Mitwirkende in 18 Ensembles auf den drei Bühnen im Stadttheater, in der Großen Kirche sowie in der Hochschule (Haus T) musizierten und circa 1.500 Menschen im Publikum begeistert haben. Zur Eröffnung des Festivals betonte Schirmherr Dr. Andreas Bovenschulte in Bremerhaven: „Ich finde es vorbildlich, dass auch und gerade kleine Ensembles große Ambitionen zeigen. Sie ergreifen die Chance, musikalische Fähigkeiten zu verfeinern und ihren eigenen Stil zu entwickeln. Breitensport ist bedeutsam, Breitenmusik nicht minder. An ihrer Förderung ist mir als Bürgermeister, Kultursenator und auch als Amateurmusiker gelegen.“ Jawohl – das sehen wir ganz genauso!

26. November 2024 Ausschreibung zum Deutschen Chorwettbewerb 2027 ist online

Grüne Bögen am linken Rand, daneben steht Deutscher Chorwettbewerb Deutscher Musikrat

Die Ausschreibung für den Deutschen Chorwettbewerb 2027, der vom 1.-9. Mai 2027 in Leipzig stattfindet, wurde veröffentlicht und kann hier eingesehen werden.

Der Deutsche Chorwettbewerb (DCW) gibt Amateurchören die Möglichkeit eines Leistungsvergleichs, soll aber auch vom Gedanken der Begegnung der Chöre geprägt sein. Die Fortbildung talentierter Chorleiter, die Dokumentation der Leistungsfähigkeit der Chöre in der Bundesrepublik Deutschland und die Anregung zur Beschäftigung mit zeitgenössischer Chormusik sind weitere Ziele des Projektes. Für den Austausch von Erfahrungen auf internationaler Ebene sorgen internationale Juror:innen und Fachleute. Dem Wettbewerb auf Bundesebene (vierjährig) gehen in allen Bundesländern Auswahlverfahren voraus, die von den Landesmusikräten durchgeführt werden. Interessierte melden ihren Chor zum Wettbewerb des Bundeslandes an, in dem er seinen Sitz (bzw. Schwerpunkt seiner Proben- und Konzerttätigkeit) hat.

In Bremen ist der nächste Landeswettbewerb für 2026 geplant. Weitere Informationen dazu werden auf unserer Website bekannt gegeben.

12. November 2024 Musik bewegt was! Das war das Orchesterfestival 2024

200 Musikerinnen und Musiker stehen mit ihren Instrumenten auf der Bühne des Stadttheaters Bremerhaven, im Hintergrund ist der Schriftzug "Orchesterfestival Bremen & Bremerhaven 2024" zu lesen.
Orchesterfestival Bremen & Bremerhaven 2024, „Side-by-Side“-Konzert auf der Bühne des Stadttheaters Bremerhaven, Foto: Magdalena Stengel

Wow, was für ein Fest! WIR SAGEN DANKE!

Am Sonntag, den 10. November stand Bremerhaven ganz im Zeichen der instrumentalen Amateurmusik! Das 2. Orchesterfestival Bremen und Bremerhaven ist nach rund 20 Begegnungskonzerten im Stadttheater Bremerhaven, in der Großen Kirche sowie der Hochschule Bremerhaven und einem bewegenden Mitspiel-Event gemeinsam mit den Musiker:innen des Philharmonisches Orchester Bremerhaven fulminant zu Ende gegangen. Rund 500 Mitwirkende in 18 Ensembles musizierten auf den drei Bühnen und haben circa 1.500 Menschen im Publikum begeistert. Einmal mehr präsentierte die riesige Amateurmusikszene des Landes ihre großartige Vielfalt und artikulierte lautstark ihre zentrale Bedeutung als wesentlicher Pfeiler der kulturellen Grundversorgung und Impulsgeber für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Auch Bürgermeister und Senator für Kultur Andreas Bovenschulte begrüßte als Schirmherr der Veranstaltung zur Eröffnung die zahlreichen Gäste im Stadttheater zusammen mit Marc Niemann, dem Vorsitzenden des Landesmusikrates Bremen. Er betonte: „Ich finde es vorbildlich, dass auch und gerade kleine Ensembles große Ambitionen zeigen. Sie ergreifen die Chance, musikalische Fähigkeiten zu verfeinern und ihren eigenen Stil zu entwickeln. Breitensport ist bedeutsam, Breitenmusik nicht minder. An ihrer Förderung ist mir als Bürgermeister, Kultursenator und auch als Amateurmusiker gelegen.“

In Kürze werden wir auf unserer Website weitere Foto-Impressionen vom diesjährigen Orchesterfestival veröffentlichen. Stay tuned!

Alle Informationen zum Projekt finden Sie hier

Ein Jugendorchester sitzt auf der Bühne. Vor den Musikerinnen und Musikern steht Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte und spricht, der Vorsitzende vom Landesmusikrat Marc Niemann hört zu. Im Hintergrund ist der Schriftzug "Orchesterfestvial Bremen & Bremerhaven 2024" zu sehen.
Orchesterfestival Bremen & Bremerhaven 2024, Begrüßung durch Schirmherrn Dr. Andreas Bovenschulte und Marc Niemann, Foto: Kristin Niemann

2. Oktober 2024 RÄUME FÜR MUSIK: Unsere Raumdatenbank braucht Unterstützung

Grafisches Element aus Punkten und Linien, die sich miteinander verbinden. Links steht: Musik braucht Raum. Am unteren Ende sind die Logos des Landesmusikrates Bremen und des Senator für Kultur abgebildet.

Aufruf zur Mithilfe
Viele Musiker:innen, ob in Bands, Chören, Ensembles, Orchestern oder auch allein, sind häufig und händeringend auf der Suche nach Räumen, in denen sie proben und auftreten können. Aus diesem Grund hat der Landesmusikrat Bremen ein Online-Tool entwickelt, das allen Musiker:innen aus Bremen, Bremerhaven und umzu bei der Suche nach geeigneten Räumen helfen kann. Die zentrale Plattform ist seit Mitte 2024 online und soll kontinuierlich mit neuen Räumen gefüllt werden.

Seit dem Start des Tools sind bereits gut 70 Räume gelistet, die für verschiedene musikalische Zwecke genutzt werden können. Aber das reicht uns noch lange nicht! Der Landesmusikrat Bremen freut sich über tatkräftige Unterstützung und den Austausch von Wissen, um gemeinsam mehr zu erreichen. Wenn Sie Proberäume, Aufnahme- oder Aufführungsorte kennen, die zur Verfügung stehen, melden Sie sich bitte unter raeume@landesmusikrat-bremen.de. Sagen Sie es weiter, weisen Sie Freund:innen, Bekannte, Kolleg:innen, Unternehmer:innen, … auf unser Projekt hin und machen Sie Werbung dafür, dass Bremen und Bremerhaven deutlich mehr Räume für Musik benötigt!

Sie haben Interesse, sich ehrenamtlich für dieses Projekt zu engagieren? Sprechen Sie uns an!

HIER GEHT ES ZUR RAUMDATENBANK!

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier! 

Worum geht es?
Viele Räume sind nur zu bestimmten Zeiten in Gebrauch und stehen sonst leer. Gleichzeitig sind viele (Amateur-) Musiker:innen, Chöre, Theatergruppen und andere Kulturakteur:innen auf der Suche nach Proberäumen. Die zentrale Plattform des Landesmusikrats Bremen möchte diese Lücke schließen, indem Raumnutzer:innen und Raumgeber:innen zusammengebracht werden und so das volle Potential der verfügbaren Räume ausgeschöpft wird. Raumgeber:innen profitieren zudem von der Möglichkeit, ihre Räumlichkeiten anders beleben zu können und Kontakte in die lokale Kulturszene zu knüpfen. Wir wollen der Musik gemeinsam mehr Raum geben!

Mittels Kartenansicht, Listenansicht und Raumfilter können sich Interessierte einen Überblick verschaffen und Kontakt zu den jeweiligen Einrichtungen und Ansprechpartner:innen aufnehmen.
Die Datenbank wird kontinuierlich erweitert, und der Landesmusikrat sucht aktiv nach weiteren Räumen, die aufgenommen werden können. Ob Bars, Clubs, Theaterfoyers, Galerien, leerstehende Lagerräume oder ungenutzte Firmenräume – ungewöhnliche Orte sind ebenso willkommen wie klassische Räume!

Wir danken dem Senator für Kultur für die Förderung dieses Projekts!




13. September 2024 Offener Brief der Landeskonferenz Schulmusik zur Situation des Musikunterrichts und zum Einfrieren der Fördermittel für MUSUS (Musik und Schule)

Mehrere Kinder stehen mit dem Rücken zum Betrachter an einem Klavier
Foto: Seraphin Feuchte

Offener Brief der Landeskonferenz Schulmusik zur Situation des Musikunterrichts und zum Einfrieren der Fördermittel für MUSUS (Musik und Schule)

Die an der Landeskonferenz Schulmusik (LKS) beteiligten Mitglieder – aus dem Landesmusikrat Bremen, dem Bundesverband Musikunterricht (BMU), der Universität Bremen, dem Landesinstitut für Schule, dem Deutschen Tonkünstlerverband, aus verschiedenen Schulen und dem Zentralen Elternbeirat – haben gegenüber der Senatorin für Kinder und Bildung (SKB) bereits mehrfach sowohl schriftlich als auch mündlich auf die alarmierende Situation der Schulmusik im Land Bremen hingewiesen. Daten einer diesbezüglichen Umfrage an allgemeinbildenden Schulen in Bremen und Bremerhaven unter Federführung der LKS bestätigten den besorgniserregenden Zustand der musikalischen Bildung im Bremischen Schulwesen zu Beginn des Kalenderjahres 2024 nachdrücklich.

Allen Mitgliedern der LKS ist die angespannte finanzielle Lage des Bundeslandes Bremen durchaus bewusst. Nun wurde zudem bekannt, dass im Zuge der Haushaltssperre im Bremer Bildungsressort die Mittel zur Unterstützung von „MUSUS – Musik und Schule“ eingefroren werden, mit deren Hilfe zahlreiche musikpraktische Angebote der letzten Jahre überhaupt erst ermöglicht wurden. Eine Weiterbewilligung scheint nun mehr als fraglich.

Diese Nachricht betrifft über 30 an MUSUS beteiligte Schulen und gefährdet dramatisch deren nachhaltige musikalische Arbeit im Kontext einer verlässlichen Zusammenarbeit mit Instrumentallehrkräften und Musikschulen. Es droht die Zerschlagung gewachsener Kooperationen, die oft ein Mindestmaß an musikalischer Teilhabe für die Schüler:innen gewährleistete. Es ist nun zu befürchten, dass die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen engagiert arbeitenden Instrumentallehrkräfte in andere Tätigkeitsfelder abwandern und die gewachsenen Kooperationen der Institutionen vollends zusammenbrechen.  

Nach der erst kürzlich erfolgten Absage eines vom BMU angefragten bundesweiten Fortbildungskongresses im Jahre 2026 ist dies ein weiterer herber Rückschlag für die musikalische Bildung in Bremen! Die Erarbeitung konstruktiver Konzepte zur Stärkung der musikalischen Bildung und der Schulmusik in Bremen ist aus unserer Sicht dringend geboten. Darüber hinaus fordern wir nachdrücklich die sofortige und dauerhaft verlässliche Bewilligung der MUSUS-Mittel.

Kontakt:

Bundesverband Musikunterricht e.V., Landesgeschäftsstelle BMU LV Bremen
Adresse: Bürgerwohlsweg 11A, 28215 Bremen
E-Mail: elmar.luksch@bmu-musik.de, Telefon: +49 (0) 421 – 3 76 07 61
Website: https://hb.bmu-musik.de

Deutscher Tonkünstlerverband Landesverband Bremen e.V.
Adresse: Goosekamp 14, 28197 Bremen
E-Mail: info@dtkv-bremen.de, Telefon: +49 (0) 421 – 378 4003
Website: https://dtkv-bremen.de

Landesmusikrat Bremen e.V.
Adresse: Violenstraße 7, 28195 Bremen,
E-Mail: info@landesmusikrat-bremen.de, Telefon: +49 (0) 421 – 705 999
Website: www.landesmusikrat-bremen.de

2. September 2024 Orchesterfestival am 10. November in Bremerhaven

Blick von oben auf junge Musikerinnen und Musiker, die auf einer Bühne sitzen und ihre Orchesterinstrumente spielen. Auf einem Pult steht ein Mann und dirigiert das Orchester.
Sinfonietta Bremen, Foto: privat

Ein Fest für die Orchestermusik! Unter diesem Motto findet das Orchesterfestival am 10. November 2024 in Bremerhaven statt. Rund 20 Ensembles und Orchester aus Bremen, Bremerhaven und dem Umland haben sich für Kurzkonzerte, Begegnungsformate, Wettbewerb und Beratungsspiele angemeldet.

Alle, die sich für die ungeheure Vielfalt der instrumentalen Amateurmusikszene im Land Bremen interessieren, sollten diesen Termin auf keinen Fall verpassen. Also: Schon mal fest im Kalender vormerken!

Nach der ersten Auflage des Festivals 2019 bietet der Landesmusikrat Bremen in Kooperation mit dem Stadttheater Bremerhaven, der Hochschule Bremerhaven und der Großen Kirche in Bremerhaven erneut Raum für Big Bands und Gitarrenorchester, Spielmannszüge, große Streich- und Blasorchester bis hin zu Streicherklassen und Musikschulensembles.

Ziel des Festivals ist der gegenseitige Austausch, das Kennenlernen und die Begegnung zwischen den Orchestern, instrumentalen Ensembles, Musiker:innen und Orchesterleiter:innen. Das besondere Highlight des Festivals ist das „side-by-side“ -Konzert im Großen Haus des Stadttheaters, bei dem die Musiker:innen des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven unter der Leitung von Marc Niemann mit vielen Amateurmusiker:innen gemeinsam musizieren und so ein Mitspiel-Event der besonderen Art ermöglichen!

Der Eintritt zum Festival ist kostenlos, um Spende wird gebeten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

28. Juni 2024 Das war das Bremer Chorfest 2024!

Ein schwarz gekleideter gemischter Chor steht auf den Stufen des Hochaltars in der Kulturkirche St. Stephani, Blick von hinten, der Kirchenraum ist blau erleuchtet
Bremer Chorfest 2024, Kulturkirche St. Stephani, Bremer Kantorei St. Stephani, Leitung: Tim Günther, Foto: Philine von Düszeln

Am Samstag, 22. Juni 2024 wurde das zweite Bremer Chorfest gefeiert. 11 Chöre präsentierten sich dem begeisterten Publikum im Wechsel zwischen Orgelempore und Hochalter in der Kulturkirche St. Stephani. Das Fest zeigte erneut die große Bandbreite der bremischen Chorszene, vom Kinderchor über Vokalensembles in verschiedenen Formationen bis hin zu großen gemischten Chören. Dabei waren Weltmusik, Shantys und Pop-Songs genauso zu hören wie das „klassische“ Chor-Repertoire von Alter bis Neuer Musik.

Wir sind begeistert von der Vielfalt der vokalen Amateurmusikszene! Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben!

Das Fest wurde dokumentiert von der Fotografin Philine von Düszeln – einige Impressionen finden Sie unter diesem Link.

12. Juni 2024 Appell zur Situation der Glocke

Eine weiße Straßenbahn fährt am Konzerthaus Die Glocke vorbei
Foto: LMR Bremen

Appell zur Situation der Glocke – „Nach der Haltstelle ist vor der Haltestelle“

Nachdem die Pläne für den Bau einer großen Straßenbahnhaltestelle wenige Meter vor dem Haupteingang des traditionsreichen Konzerthauses „Die Glocke“ so verändert wurden, dass sowohl die vorgeschriebene Barrierefreiheit der Bahnsteige (z.B. durch Absenkung der Bordsteine), als auch die unumgängliche Weiterentwicklung des herausragenden Konzertsaals von allen Seiten als möglich angesehen wurden, erreichen den Landesmusikrat Bremen nun Nachrichten, dass die längst ad acta gelegten Planungen zum Bau der Haltestelle wieder aufgenommen werden sollen – zum Nachteil der Glocke.

Es ist selbstverständlich, dass alle Vorgaben hinsichtlich Barrierefreiheit bei der Umgestaltung der Haltestellensituation im Bereich Domsheide Berücksichtigung finden müssen und dass vor allem Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs so einfach wie möglich gemacht wird. Vor diesem Hintergrund rufen wir alle Akteure in Verbänden, Verwaltung und Politik dazu auf, im Dialog miteinander Kompromisse zu finden, die die Interessen aller respektieren.

Wir weisen mit Nachdruck darauf hin, dass die Glocke für die Bremische Kultur von entscheidender und unersetzlicher Bedeutung ist: Sie ist die Hauptspielstätte der größten Bremischen Musikeinrichtungen, wie der Bremer Philharmoniker, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, des Musikfestes Bremen und vieler anderer darüber hinaus. Ihre einzigartige Akustik zeichnet sie als einzigen Weltklasse-Konzertsaal im Nordwesten der Bundesrepublik aus und trägt zur überregionalen Ausstrahlung Bremens als Kulturmetropole und Oberzentrum der Region Nordwest bei. Die Lage der Glocke am Eingang zur Innenstadt prädestiniert sie als Impulsgeber und Ausgangspunkt der Weiterentwicklung des Stadtzentrums im Sinne einer Belebung vor dem Hintergrund der Auswirkungen großer struktureller Veränderungen und Verwerfungen, die man in der City allerorten wahrnehmen kann.

Wie im Koalitionsvertrag der derzeit agierenden Regierungskoalition zu lesen ist, soll die Glocke nicht nur „Ankerpunkt einer Kulturmeile zwischen Weltkulturerbe und Viertel“ sein, sondern durch programmatische Weiterentwicklung und die Etablierung eines Intendanzmodells noch offener in die Stadtgesellschaft wirken und neue Publikumsschichten gewinnen. In diesem Kontext muss auch die in die Jahre gekommene bauliche Situation der Glocke betrachtet werden, die sich den zeitgemäßen Forderungen an ein regional wie international agierendes Konzerthaus anpassen muss. Unter anderem muss auch in den Räumen der Glocke die weitestgehende Barrierefreiheit ermöglicht werden. In den vergangenen Jahren hat dazu bereits eine umfangreiche Potenzial- und Entwicklungsanalyse stattgefunden, deren Ergebnisse nun in einen Architekturwettbewerb einfließen.

Sollte die Haltestelle, mit all ihren für Bremens größten Kulturort negativen Auswirkungen im Hinblick auf Zugänglichkeit, Optik und vor allem akustische Störung des Betriebs im Haus Realität werden, wäre fraglich, ob die immensen Kosten für die Planungsprozesse, die bereits entstanden sind, ein Fall für das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler wären.
Alle Experten bestätigen, dass das vielgerühmte „Masse-Feder-System“ des Gleisbetts die Störung des Konzertbetriebes durch Vibrationen und den Lärm der Straßenbahnen lediglich etwas dämpft, aber nicht vollständig eliminieren kann.
Somit kann man es nur noch als Provinzposse bezeichnen, wenn die epochale Chance, einen Bundeszuschuss von 40 Millionen Euro für die Modernisierung der Glocke einzusetzen, vertan wird. Es ist fraglich, ob die Bundesmittel, die nur bis 2027 zur Verfügung stehen, bei einem Neustart aller Planungsprozesse noch genutzt werden können, wenn man den anzusetzenden zeitlichen Vorlauf öffentlicher Großbauvorhaben in Betracht zieht.

Wir appellieren an alle Beteiligten, mit Besonnenheit zu agieren und die Weiterentwicklung der Glocke nicht im Keim zu ersticken.